Kaufnebenkosten · Österreich

Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf in Österreich

Beim Immobilienkauf kommen zum Kaufpreis rund 6 bis 10 Prozent Nebenkosten dazu. Hier stehen alle Positionen mit den aktuellen Sätzen, dazu ein Rechner für Nebenkosten, Kreditrate und Eigenmittel.

Die Positionen im Überblick (Rechtsstand Juli 2026)

PositionSatzBasis
Grunderwerbsteuer fix 3,5 % Kaufpreis
Grundbuch-Eintragung (Eigentum) fix 1,1 % Kaufpreis
Pfandrechts-Eintragung fix 1,2 % Kreditbetrag (nur bei Finanzierung)
Vertragserrichtung (Notar/Anwalt) variabel 1,5 bis 3 % + USt Kaufpreis
Maklerprovision variabel 0 bis 3 % + USt Kaufpreis (0 bei Privatkauf)

Grunderwerbsteuer und Grundbuch-Eintragung sind bundesweit gleich und fix. Vertrag und Makler sind verhandelbar. Alle Angaben ohne Gewähr.

Kaufnebenkosten- und Finanzierungsrechner (Österreich)

Beispielrechnung, kein Kreditangebot und keine Beratung. Grunderwerbsteuer 3,5 % und Grundbuch-Eintragung 1,1 % (fix), Pfandrecht 1,2 % vom Kreditbetrag. Die Kreditrate ist eine Annuität aus deiner Zins- und Laufzeit-Annahme, der reale Zins hängt von Bank und Bonität ab. Die Eigenheim-Befreiung von Grundbuch- und Pfandrechtsgebühr galt für Selbstnutzung bis 500.000 € Bemessungsgrundlage und nur für Grundbuch-Anträge vom 1.7.2024 bis 1.7.2026. Rechtsstand Juli 2026, ohne Gewähr.

Adresse prüfen: was am Standort den Preis beeinflusst →  ·  Preis-Einordnung nach Bezirk

Häufige Fragen zu den Kaufnebenkosten

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf in Österreich?

Als Faustregel rund 6 bis 10 Prozent des Kaufpreises. Fix sind die Grunderwerbsteuer mit 3,5 Prozent und die Grundbuch-Eintragung mit 1,1 Prozent. Dazu kommen die Vertragserrichtung (etwa 1,5 bis 3 Prozent plus USt) und, sofern über einen Makler gekauft wird, die Maklerprovision (bis 3 Prozent plus USt). Bei Finanzierung fällt zusätzlich die Pfandrechts-Eintragung mit 1,2 Prozent vom Kreditbetrag an.

Wie viel Grunderwerbsteuer zahlt man in Österreich?

Die Grunderwerbsteuer beträgt beim entgeltlichen Kauf 3,5 Prozent des Kaufpreises. Innerhalb des Familienverbands oder bei unentgeltlichem Erwerb gelten abweichende Sätze bzw. ein Stufentarif. Für den normalen Kauf gilt der Fixsatz von 3,5 Prozent.

Wie viel Eigenmittel braucht man beim Immobilienkauf?

Als grobe Rechnung: Kaufpreis plus Nebenkosten minus Kreditbetrag ergibt den Eigenmittel-Bedarf. Banken erwarten üblicherweise, dass zumindest die Nebenkosten und ein Teil des Kaufpreises aus Eigenmitteln kommen. Den genauen Eigenmittel-Bedarf für deine Zahlen rechnest du unten im Rechner aus.

Gibt es die Befreiung von Grundbuch- und Pfandrechtsgebühr noch?

Die befristete Eigenheim-Befreiung von der Grundbuch- und Pfandrechts-Eintragungsgebühr galt für die Selbstnutzung bis zu einer Bemessungsgrundlage von 500.000 Euro und nur für Grundbuch-Anträge, die zwischen 1. Juli 2024 und 1. Juli 2026 eingebracht wurden. Dieses Zeitfenster ist ausgelaufen. Ob es eine Verlängerung gibt, sollte im Einzelfall aktuell geprüft werden.

Wer zahlt die Maklerprovision beim Immobilienkauf?

Beim Kauf trägt die Provision üblicherweise der Käufer, die Höhe ist verhandelbar und liegt bei bis zu 3 Prozent plus USt. Bei einem Kauf direkt von privat ohne Makler entfällt sie ganz.

Sind Grunderwerbsteuer und Grundbuch-Eintragung überall in Österreich gleich?

Ja. Die Grunderwerbsteuer (3,5 Prozent) und die Grundbuch-Eintragungsgebühr (1,1 Prozent) sind bundesgesetzlich geregelt und in allen Bundesländern identisch.