Risiken & Umwelt

Radon: Risiko für Haus und Grundstück

Radon ist ein natürliches radioaktives Gas aus dem Boden, das man weder sieht noch riecht. In manchen Regionen Österreichs tritt es verstärkt auf und kann sich in Gebäuden ansammeln. Dieser Ratgeber erklärt das Risiko, die amtlichen Karten und einfache Vorsorge.

Was ist Radon?

Radon ist ein radioaktives Edelgas, das beim Zerfall von Uran und Radium im Boden entsteht. Aus dem Untergrund gelangt es über Risse, Leitungen und Keller ins Gebäudeinnere, wo es sich besonders in unteren Geschossen ansammeln kann.

Über lange Zeit eingeatmet erhöht Radon das Risiko für Lungenkrebs. Nach dem Rauchen gilt es als zweithäufigste Ursache. Wie stark ein Gebäude betroffen ist, hängt vom Untergrund, von der Bauweise und vom Lüftungsverhalten ab.

Radonkarte und Schutzgebiete

Österreich verfügt über eine Radonpotenzialkarte, die zeigt, in welchen Gebieten erhöhte Radonwerte zu erwarten sind. Auf dieser Grundlage sind im Strahlenschutzrecht Radonschutzgebiete ausgewiesen. Dort gelten für Neubauten besondere Anforderungen an den baulichen Radonschutz.

Die Karte beschreibt eine Wahrscheinlichkeit, keine Messung des einzelnen Hauses. Auch in einem Gebiet mit hohem Potenzial kann ein konkretes Gebäude niedrige Werte haben, und umgekehrt.

Der Referenzwert von 300 Bq/m³

Für die Radonkonzentration in Innenräumen gilt in Österreich ein Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter im Jahresmittel. Wird er überschritten, sind Maßnahmen zur Senkung sinnvoll. Den tatsächlichen Wert kann man nur durch eine Messung über mehrere Monate feststellen.

Solche Messungen sind unkompliziert und günstig. Bei erhöhten Werten helfen oft schon bauliche Maßnahmen wie eine bessere Abdichtung zum Untergrund oder eine gezielte Belüftung.

Radon beim Hauskauf

Beim Kauf in einer Region mit hohem Radonpotenzial lohnt sich die Frage nach vorhandenen Messwerten oder eine eigene Messung. Bei Neubauten in Schutzgebieten sind Schutzmaßnahmen ohnehin vorgeschrieben.

Im Standort-Check siehst du, ob eine Adresse in einem Gebiet mit erhöhtem Radonpotenzial liegt.

Radonpotenzial und weitere Umweltdaten zu deiner Adresse ansehen:

Häufige Fragen

Ist Radon in Österreich gefährlich?

Radon kann über viele Jahre das Lungenkrebsrisiko erhöhen und gilt nach dem Rauchen als zweithäufigste Ursache. Entscheidend ist die Konzentration im Gebäude, die man durch eine Messung feststellt.

Wie hoch ist der Radon-Referenzwert?

In Österreich gilt für Innenräume ein Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter im Jahresmittel. Darüber sind Maßnahmen zur Senkung sinnvoll.

Wie finde ich heraus, ob meine Region betroffen ist?

Über die Radonpotenzialkarte oder den Standort-Check. Ob ein konkretes Haus betroffen ist, zeigt aber erst eine Messung über mehrere Monate.

Was hilft gegen zu hohe Radonwerte?

Oft schon eine bessere Abdichtung zum Untergrund und gezieltes Lüften. In Schutzgebieten sind bei Neubauten bauliche Schutzmaßnahmen vorgeschrieben.

Zuletzt aktualisiert: 18.06.2026. Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsauskunft.